Artikel getaggt mit ‘routingfähige Vektorkarte’

Februar 20th, 2011

GPX–Dateiformat
(Route)

“Warum Routen nicht zu Tracks gewandelt werden können und es trotzdem Programme dafür gibt?”

Im Dateiaufbau unterscheidet sich die Route nur unwesentlich vom Track. Hier kurz zur Erinnerung der Grundlegende Aufbau des .gpx Files:

<gpx
<wpt>wptType</wpt>
<rte>rteType</rte>
<trk>trkType</trk>
</gpx>

Den Aufbau der Wegepunktliste “wpt”, “rte” (Route) und “trk” (Track) habe ich hier schon beschrieben. Letztendlich fällt jedem der drei Kategorien nur eine andere Bedeutung bei der Auswertung der Punkte zu.

Was unterscheidet dann die Route vom Track?
Diese Frage ist nicht an der GPX Struktur erklärbar. Der Unterschied liegt in der Bedeutung der Koordinatenpunkte. Während bei der Darstellung eines Tracks eine direkte Verbindung (Linie) zwischen zwei Punkten gezogen wird, so wird bei der Route ein Weg auf einer “routingfähigen” Vektorkarte zwischen zwei Punkten gesucht.
Ein Track ist also im Prinzip auch ohne Karte oder auf einer beliebigen Rasterkarte darstellbar. Die Route muss als “Weg” zwischen den jeweiligen Punkten aus einer Karte, die eben diese Wegeinformation liefert, berechnet werden.

Kann man einen Track in eine Route wandeln?
Grundsätzlich ja, aber…
…wie brauchbar die Route dann für ein Navigationssystem ist, versteht man am besten, wenn man sich überlegt, wie die Umwandlung eigentlich gemacht wird. Grundsätzlich müssen ja die vielen Trackpunkte in “vernünftige” wenige Zwischenziele einer Route umgewandelt werden. Dazu benötigt das Konvertierprogramm eine routingfähige Karte. Danach müssen aus dem Track Punkte gefunden werden, die auf (oder möglichst nahe an) einem Weg oder Straße liegen. Wendet sich der Track von dieser Straße ab, so muss ein Routenpunkt gesetzt werden und die Suche nach einem neuen Weg beginnt von vorne.
Es hängt also ganz wesentlich davon ab, welches Kartenmaterial und welche Einstellungen (Auto, kürzeste / schnellste Strecke, Fußgänger, Wanderer, Radfahrer) für das Routing gewählt werden, ob die umgewandelte Route später im eigenen Navigationssystem eine sinnvolle Strecke ergibt.
Resultat:
Es gibt also keine “direkte” Umwandlung von Track nach Route – je nach verwendetem Kartenmaterial und Navigationssystem unterscheiden sich die Ergebnisse stark.

Kann man eine Route zu einem Track wandeln?
man kann, aber…
… nicht nur zu einem Track, sondern zu vielen völlig verschiedenen Tracks.
Bei dieser Konvertierung hängt das Ergebnis noch mehr davon ab, welches Kartenmaterial und welche Einstellungen zur Routenberechnung vorgegeben werden.

Ist also ein Programm zum Konvertieren überhaupt sinnvoll?
ich denke ja. Vor allem die Umwandlung von Route zu Track macht dann Sinn, wenn man einen Track selbst erstellen will. Der Vorteil beim Erstellen einer Route ist, dass man nicht jede Straßenbiegung direkt nachzeichnen muss. Wenn man sich also sinnvolle Zwischenziele (direkt auf Wegen oder Straßen, an denen man den Track legen will) einer Route setzt, kann die anschließende Konvertierung zum Track erheblich Zeit sparen.

Ein schönes Programm zum Konvertieren ist der Routeconverter.


Blog-Me.de ist nicht für den Inhalt dieser Seiten (PublicGPX) verantwortlich. Blog-Me.de stellt nur den techn. Service für Blogs zur Verfügung.
theme von spaceperson